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- Broschiert: 174 Seiten
- Verlag: Horlemann (1998)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3895020907
- ISBN-13: 978-3895020902
Unsere Zukunft in der einen Welt
Misereor
"Die Kinder der Armen sind auch unsere Zukunft in der einen Welt. Weltweite Solidarität wird zur Zukunftssicherung, zur Brücke zwischen den Generationen weltweit. 'Kinder sind unser einziger Reichtum', werden wir in Zukunft sagen, und damit auch die Kinder in Armut meinen, jeden Kind auf dieser Welt."
Weil Kinder unsere Zukunft sind, vor allem aber, weil jedes Kind ein Recht auf Zukunft hat, können uns die Bedingungen nicht gleichgültig sein, unter denen Kinder in den Ländern des Südens heute leben: Armut und Unterernährung, Schuldknechtschaft, sexueller Missbrauch, Gewalt und mangelnde Bildungschancen - so sieht die Realität für unzählige Kinder aus. Weltweit leiden 200 Millionen Kinder unter Mangelernährung; rund sieben Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Hunger und seinen Folgekrankheiten. 200 Millionen Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen: im Kleingewerbe, auf Plantagen, in Fabriken und in der Sex-Industrie. Die Zahl der Straßenkinder wird weltweit auf 80 Millionen geschätzt. In konventionellen Kriegen, regionalen Konflikten und bei "ethnischen Säuberungen" sind im letzten Jahrzehnt acht Millionen Kinder gestorben oder für ihr Leben gezeichnet worden. 20 Millionen Kinder und Jugendliche sind weltweit auf der Flucht. Rund 250.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre dienen in mehr als 30 Ländern als Soldaten und Söldner - in Regierungsarmeen, zum Töten abgerichtet.
Diese Kinder stehen im Mittelpunkt dieses Sach- und Lesebuches. Im ersten Teil werden die Lebenssituationen von Kindern vorgestellt, und es wird gefragt, was "der Norden" tun kann, um die Ursachen für Armut und Ausbeutung abzubauen. Das umfasst Forderungen an die Polititk ebenso wie Lösungsansätze und "Strategien" der Nichtregierungsorganisationen. Es bedeutet aber vor allem "Anwaltschaft" für Kinder - durch Informationsarbeit, Kampagnen und Bewusstseinsbildung. "Geld für Schulen statt für Schulden" - dieser Appell macht die Verantwortung der internationalen Politik für die Zukunft der nachwachsenden Generation angesichts der globalen Schuldenkrise deutlich. Im zweiten Teil kommen Autorinnen und Autoren aus Süd und Nord in Kurzgeschichte, Reportagen, Berichten und dokumentarischen Texten zu Wort. Sie erzählen von den Kindern der Armen; sie schildern ihre Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen, vor allem aber ihren Selbstbehauptungswillen; sie rufen uns zur Solidarität auf - "Für die Zukunft der Kinder weltweit".
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Re2
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